Vor langer Zeit lebte eine Frau in einem Dorf am Meer. Sie war weder jung noch alt, weder weise noch dumm, sie war anders. Sie trug etwas in sich, ein Wissen von längst vergangener Zeit, als die Welt noch voller Wunder war. In dieser Zeit schien es keine Angst zu geben, sondern nur das lustvolle Prickeln und die pulsierende Neugierde auf das Leben. Gemeinsam entdeckten die Menschen damals die unendlichen Möglichkeiten des Daseins – und freuten sich darüber. Sie lachten gemeinsam, tanzten gemeinsam, genossen die Momente der Stille und des Alleinseins. Sie erlebten gemeinsame Momente der Trauer und des Schmerzes, des Erfolges und der Niederlage. Sie fühlten sich unendlich reich und frei.

Eines Tages begannen einige Menschen des Dorfes eine starke Mauer um das Dorf zu bauen, als Schutz vor äußeren Feinden, und einen Hafen der das Meer zähmen sollte. Viele Tage und Monate schufteten Sie und erklärten wie wichtig es sei dieses Bauwerk zu errichten. Man könne sich nun verteidigen, es biete Sicherheit und die Kraft des offenen Meeres werde gebrochen. Frauen und Kinder wurden angewiesen innerhalb der Mauern zu bleiben... draußen sei es zu gefährlich.

Diese Zeit ist lange her, keiner hat mehr genaue Kenntnis von der Reaktion der Menschen damals. Heute glauben und leben die Menschen diese Trennung und fürchten sich vor dem Außen und dem offenen Meer und seiner Kraft.

Alle – außer Lena – und sie weiß um die Kraft und das Feuer des alten Wissens in jedem Menschen.

Eines nachts kann sie nicht schlafen und schleicht zum Hafen. Sie steht auf der Mauer und blickt auf das offene Meer. Sie spürt eine tiefe Sehnsucht in ihrer Brust und ihr ganzer Körper bebt vor Erregung. Lena spürt diese Urkraft von damals, die pulsierende Neugierde und tief, tiefer als jemals zuvor saugt sie die Luft vom offenen Meer ein. Sie fühlt plötzlich so frisch und kraftvoll und auch wenn ein Teil in ihr sie warnt – geh nicht das Meer ist gefährlich – setzt sie sich in ein kleines Segelboot und fährt aus dem Hafen hinaus.

Dort erlebt sie etwas überwältigendes, vollkommen Neues, und gleichzeitig ist es ihr wohlbekannt und vertraut. Sie hat das Gefühl als ob in ihr ein starker Ring gesprengt wird, der ihr Dasein zusammengedrückt über all die Jahre gehalten hat. Sie fühlt sich unendlich reich, frei, stark und geborgen. Laut lachend und juchzend genießt sie den Tanz über die Wellen, spürt das Wasser und den Wind auf ihrer Haut.

Allmählich wird sie müde und tief befriedigt kehrt sie zum Hafen zurück. In ihr brennt das Verlangen den anderen im Dorf von ihrem Erlebnis zu erzählen und sie einzuladen mit ihr gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen. Diese Reise soll eine Reise zur inneren Quelle der Kraft und der Lebensfreude werden, die in jedem Menschen existiert.

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